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Mittwoch, 02. Oktober 2019

WIR beim Opening des Monats der SeniorInnen

Zuletzt geändert am 23. Oktober 2022
Lesung im Festsaal des Wiener Rathauses: autobiografische Texte von Menschen, die zu uns geflüchtet waren und nun wieder auf der Flucht sind, weil ihnen Österreich ein Leben in Sicherheit und Frieden verwehrt.

Im Bei­sein von Stadt­rat Peter Hacker und der Senio­rIn­nen­be­auf­trag­ten Susan­ne Her­bek wur­de am 1. Okto­ber der „Monat der Senio­rIn­nen“ im Fest­saal des Wie­ner Rat­hau­ses eröff­net. Eine wun­der­ba­re Gele­gen­heit für uns, WIR. HIER UND JETZT zu prä­sen­tie­ren und dabei auch dar­auf auf­merk­sam zu machen, wie unser Staat mit geflüch­te­ten Men­schen umgeht.

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WIR. HIER UND JETZT. Im Wie­ner Rat­haus: Lektürelieferung

Meh­re­re Jah­re lang hat uns Nawid zu allen mög­li­chen Ver­an­stal­tun­gen beglei­tet. Enga­giert und gescheit hat er sich dabei auf jeder Büh­ne, die wir ihm bie­ten konn­ten, an sein Publi­kum gewandt. Er hat Geschich­ten aus unse­ren Büchern vor­ge­le­sen und Fra­gen aus dem Publi­kum beant­wor­tet. Er hat erzählt, wie er es mut­ter­see­len­al­lein bis nach Öster­reich geschafft hat, wie er hier das Thea­ter­spie­len für sich ent­deckt hat und in wen er sich ver­liebt hat. Jetzt ist er bei unse­ren Auf­trit­ten lei­der nur noch auf einem Foto präsent. 

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Wir sind da, aber trau­rig: Nawid (Bild im Bild) fehlt!

Vor zwei Jah­ren hat Nawid, damals 19 Jah­re alt, sei­ne Geschich­te für uns aufgeschrieben: 

„Ich kom­me aus Afgha­ni­stan. Die Stadt, in der ich gelebt habe, heißt Kun­duz. Ich habe 5 Geschwis­ter, 2 Brü­der und 3 Schwes­tern. Ich bin schon seit zwei Jah­ren in Öster­reich. Aus dem Iran bin ich allein nach Öster­reich gekom­men, weil mein Leben schwie­rig war. Ich möch­te nicht getö­tet werden. 

Wenn ich nach Afgha­ni­stan abge­scho­ben wer­de, dann töten mich die Tali­ban, weil ich und mein Vater nicht bei ihnen mit­ma­chen wollten. 

Ich habe Glück, dass ich in Öster­reich, einem fried­li­chen Land, bin.

Ich war in der ers­ten Klas­se der Busi­ness Aca­de­my Donau­stadt im 22. Bezirk. Ich war im Thea­ter­pro­jekt der Schu­le, da habe ich Katha­ri­na ken­nen­ge­lernt, und wir waren ein paar Mona­te befreun­det. Sie war sehr nett und auch sehr süß. Ich habe mich in sie ver­liebt. Seit Juli sind wir zusam­men und wir lie­ben ein­an­der. Sie ist für mich sehr wich­tig. Wir ler­nen zusam­men, sie hilft mir beim Deutsch­spre­chen und bei allem ande­ren. An man­chen Tagen gehen wir ins Restau­rant oder Café und dis­ku­tie­ren über Leben, Men­schen, Län­der und so. Immer ver­mis­se ich sie schnell, dann hole ich sie von ihrer Schu­le ab und brin­ge sie nach Hause.“

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Zahra und Lou­ja­in tra­gen vor, was Nawid einst geschrie­ben hat

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