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Wir Können. Wir Wollen. Wir Werden.

Erscheinungsdatum:

 15,40

Was die Autorin­nen und Autoren die­ses Buches auf den ers­ten Blick eint, unter­schei­det sie eben­so schnell von ande­ren Jugend­li­chen. Die 77 Men­schen, die mit die­sem Buch an die Öffent­lich­keit tre­ten, haben neben ihrer Jugend zwei­er­lei gemein­sam: Sie haben Schu­len besucht, aber kei­ne über die Schul­pflicht hin­aus­ge­hen­de Aus­bil­dung abge­schlos­sen, sie sind also ohne Beruf. Und sie haben ein Kind oder meh­re­re Kin­der. Sie sind in jun­gen Jah­ren Vater oder Mut­ter gewor­den. Kurz: sie tra­gen viel Ver­ant­wor­tung. Und dar­um geht es in die­sem Buch.

Wie über­nimmt man Ver­ant­wor­tung für sein eige­nes Leben? Für das eines Part­ners oder einer Part­ne­rin? Für das Leben sei­ner Kin­der? Wie über­nimmt ein Mensch die­se Ver­ant- wor­tung, wenn die Bedin­gun­gen alles ande­re als ide­al sind? Wie sorgt er für sich und ande­re, wenn er kei­ne Aus­bil­dung hat und den Arbeits­markt bes­ten­falls am här­tes­ten Ende ken­nen- gelernt hat? Und wie sorgt er schließ­lich dafür, dass sich die­se Bedin­gun­gen zum Bes­se­ren ver­än­dern? Wie schafft es eine jun­ge Frau, allein­ste­hend, mit zwei Klein­kin­dern, eine abge­bro­che­ne Leh­re wie­der auf­zu­neh­men und sie auch noch abzu­schlie­ßen? Wie kriegt ein jun­ger Mann die Kur­ve, wenn er plötz­lich Vater wird, aber noch kei­nen Job län­ger als zwei Mona­te hal­ten konnte?

Die Ver­ant­wor­tung, um die es hier geht, betrifft aber nicht nur die Autorin­nen und Autoren die­ses Buches. Auch wir – Sozi­al­ar­bei­te­rin­nen und Leh­rer, Arbeit­ge­ber und AMS-Bera­te­rin­nen, Arbeits­markt­stra­te­gen und Poli­ti­ke­rin­nen, Nach­barn, Eltern, Mit­men­schen – tra­gen Ver­ant­wor­tung. Wir sind ver­ant­wort­lich dafür, dass unse­re Gesell­schaft Struk­tu­ren schafft, die es jun­gen Men­schen ermög­li­chen, ihrer Ver­ant­wor­tung gerecht zu wer­den – auch und gera­de dann, wenn die Chan­cen dafür beson­ders schlecht sind. Wir müs­sen hin­schau­en und Inter­es­se zei­gen, wir müs­sen ver­ste­hen und gestal­ten wol­len. Wir müs­sen den Arm aus­stre­cken, damit sie unse­re Hand ergrei­fen können.

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